Pausenfüller
Snippets aus der Ladezone

Kreisförmige Landebahnen?

20.03.2017 Innovation, Konzept, Idee Video

Henk Hesselink vom "Netherlands Aerospace Centre" stellt in den BBC News seine Ideen kreisförmiger Landebahnen vor.

© Video: BBC News

Laut Hesselink bietet das Konzept im Vergleich mit konventionellen Flughäfen mehrere Vorteile. Die Länge der Landebahn ist nicht begrenzt und so können auch die größten Flugzeuge landen. Es treten keine Seitenwinde bei der Landung auf, da die Einflugrichtung immer gegen den Wind gewählt werden kann.

Der kesselförmige Aufbau vermindert die Geräuschemission und kann auf kleinerer Fläche ein vergleichbares Flugaufkommen bewältigen. Durch die flexible Start- und Landerichtungen werden Lärmemissionen weniger auf bestimmte Anwohner konzentriert.

Die Forschung am NLR wurde von der EU gefördert. Bislang gibt es noch keine Pläne das Projekt umzusetzen, aber die Forschung geht weiter.


Robotik wird mobiler

27.02.2017 Robotik, Algorithmen, Innovation Video

Mit zunehmender Rechenleistung, verbesserter Sensorik und sinkenden Hardware-Preisen sind "Roboter" immer öfter auch außerhalb von Produktionshallen zu finden. An Dronen und selbstlenkende Autos hat man sich fast schon gewöhnt. Noch sind die meisten Systeme Bediener geführt, jedoch die Algorithmen zu Selbststeuerung werden immer besser.

Ein interessantes Beispiel für diese Entwicklung ist der Ende Februar vorgestellte "Handle" von Boston Dynamics. Es ist vermutlich nur noch eine Frage der Zeit bis autonome Maschinen den Massenmarkt erorbern werden.


Buchempfehlung: Durch die Decke denken

16.06.2016 Buch, Empfehlung, Design Thinking

Das Buch "Durch die Decke denken" von Juergen Erbeldinger und Thomas Ramge führt in die Methodik des Design Thinking ein und zeigt wie DT in Unternehmen eingesetzt werden kann.

Das Buch eignet sich insbesondere für Einsteiger. Es zeigt, anhand einfacher Beispiele konkrete Einführungsstrategien zum Einsatz in Meetings, Workshops und Projekten.

Der Text liest sich unterhaltsam und eine "Toolbox" mit 10 leicht verständliche Techniken wird im Bezug zur Unternehmens-Praxis vorgestellt. Für Neulinge werden die Konzepte der Methode und die damit verbundene Denk-Haltung verstehbar und anwendbar.

Nicht alle Beispiele sind ohne weiteres übertragbar, aber dies ist auch nicht das Anliegen des Buches. Es ist kein Lehrbuch oder Kompendium, sondern eine gelungene Einführung.

224 Seiten / ISBN 978-3868814798 / bei Buch7 oder Amazon


FlightRadar 24

01.03.2016 Crowdsourcing, Visualisierung, Business-Model Video

Wer in Flughafennähe lebt und arbeitet fragt sich vermutlich öfter mal, was da gerade über seinem Kopf vorgeht.

Die Antwort findet man bei FlightRadar 24.

Dieser Service projeziert die aktuellen Flugbewegungen mit ihren Flugdaten und Routen live auf die Karten von Google-Maps. Was 2006 als Hobbyprojekt von zwei schwedischen Geeks anfing, hat dank der Unterstützung vieler Luftfahrt-Enthusiasten inzwischen eine fast weltweite Abdeckung erreicht.

FlightRadar24 ist ein gutes Beispiel dafür, wie Crowdsourcing, Digitalisierung und gelungene Visualisierung neue und tragfähige Geschäftsmodelle schaffen können.


Datenbereinigung mit OpenRefine

15.01.2016 Tools, KMU, Datenmanagement Video

Sind Altdaten ein Rohstoff oder Ballast? - Schaut man auf Google, ist die Antwort klar. Welchen Wert beliebige Informationen heutzutage haben, sieht man an der Sammelwut der "Big Player". Unter diesem Gesichtspunkt lohnt sich für kleinere Firmen der Blick in die eigenen Datenbestände. Nicht nur in den Datenbanken, auch in Dateisystemen sind viele wertvolle Informationen versteckt. Jedoch sind diese Datenbestände oft nicht auswertbar, da in unterschiedlichsten Formaten und mit verschiedenen Schreibweisen erfasst.

Also doch Ballast? - Um als Analyse- und Entscheidungsgrundlage zu dienen, müssen sie erst systematisiert aufbereitet werden: Redundanzen müssten entfernt, Schlüsselbegriffe standardisiert und fehlerhafte Werte bereinigt werden.

"Lokale Daten sind ein wertvoller Schatz - wenn er gehoben werden kann."

Eine vollautomatische Säuberung ist selten möglich, da Spezialtools für gelegentliche Nutzung nicht wirtschaftlich sind. Und automatische Cleansing-Algorithmen erkennen trotz gereifter Heuristiken fachliche Zusammenhänge nicht immer korrekt.

Typische Probleme sind z.B. abweichende Begriffe für gleiche Objekte: Ist Frankfurt = FFM = Frankfurt am Main oder verschmutzte Daten z.B. ist frenkfurt = Frankfurt.

Wenn, wie bei lokalen Daten die Menge überschaubar bleibt, ist eine interaktive Bereinigung sinnvoll. Insbesondere wenn diese von fachlich versierten Anwendern durchgeführt werden. Diese können die Validität der Inhalte beurteilen.

Das kann man nicht mal nebenbei durchführen. Allerdings wird es mit Werkzeugen wie z.B. Open Refine auch für IT-Laien deutlich einfacher:

  • Lokale Applikation (kein Datenupload erforderlich)
  • Verfügbar für Windows, Mac und Linux
  • Viele Importformate
  • Ohne Programmierkenntnisse bedienbar
  • Kostenlos

Open Refine wird nach der Installation im Browser aufgerufen, arbeitet jedoch auf lokalen Daten. Somit werden sowohl Performance- als auch Sicherheitsaspekte berücksichtigt.

Die aktuelle Version 2.5 ermöglich den Import von Daten aus Dateien unterschiedlichster Formate (CSV, Excel, JSON, XML …). Nach dem Import der Daten können diese dann interaktiv aufbereitet werden.

Intelligente Algorithmen erleichtern die Zusammenführung ähnlicher Feldeinträge. Unerwünschte Änderungen können schrittweise wieder rückgängig gemacht werden.

Ein Überblick über die numerische Verteilung der Daten macht die Erkennung von Annomalitäten (z.B. Ausreißer, Nullwerte) und Beseitigung einfach.

Die bereinigten Daten können in verschiedene Formate exportiert werden.

Fazit: Open Refine ist leicht bedienbar, bietet einen guten Leistungsumfang und ist gerade für kleine Firmen zur Aufbereitung von Datenbeständen gut geeignet.

Download unter: http://openrefine.org/
Alternative: Datawrangler (Stanford) http://vis.stanford.edu/wrangler/

Buchtip: Datenanalyse von Kopf bis Fuß (bei Amazon.de)

Snippets zu den Themen Innovation, Wissensmanagement, Tools und Projektarbeit.

Gute Ideen oder Problemlösungen findet man oft erst im Dialog und wenn man den „normalen“ Arbeitskontext verlässt. Die zwanglose Atmosphäre von Pausenzonen, zwischen Kaffeemaschine und Wasserspender ist ein Frei-Raum für Gespräche jenseits der ausgetretenen Pfade.

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