Design Thinking
für innovative Problemlösungen
tl;dr

Als Software-Entwickler und IT-Berater sind wir immer öfter gefordert nicht nur bestehende Prozesse zu digitalisieren, sondern umfassende und innovative Lösungen zu entwickeln. In vielen Fällen setzen wir auf Design Thinking.

Was ist Design Thinking?
Design Thinking ist ergebnisoffenes, erfinderisches Denken mit stringenter Kunden-Orientierung. Es verbindet Interdisziplinarität mit einem strukturierten iterativen Lösungsprozess. Dabei werden agile Kollaborationskultur, Selbstorganisation und viele bekannte Analyse- und Kreativitätstechniken zu einer flexiblen und vergleichsweise einfach anzuwendenden Methode kombiniert. Design Thinking erzeugt schnell, kostengünstig und risikoarm testbare Lösungsprototypen. Nach vielen Jahren im praktischen Einsatz ist die Methode erprobt[1] und ausgereift.

Design Thinking ist ein Lösungsansatz insbesondere für vielschichtige Probleme ( wicked Problems ) [2].

In einer komplexen Welt sehen sich Unternehmen immer öfter mit dieser Art von Problemen konfrontiert. Spätestens wenn Umsatz und Gewinn stagnieren und keine neuen Gewinnbringer in Sicht sind, steigt die Bereitschaft neue Wege zu gehen.

Design Thinking ermöglicht dabei einen unkomplizierten Einstieg. Statt auf ungewisse, wenig transparente Lösungsimitate zu setzen, greift ein DT-Team die Probleme an der Ursache an. (Siehe Problemlösungsprozess)
Design Thinking setzt auf die Kreativtät von heterogenen Teams und bringt Lösungen hervor, die beim Kunden auf eine höhere Akzeptanz stossen, da die Zielgruppe in die Lösungsfindung eingebunden war. Ein wichtiger Aspekt des DT ist neben der Fokussierung auf die Kunden-Bedürfnisse auch die agile Kultur der Zusammenarbeit im Team, welche sich oftmals später in der täglichen Arbeit fortsetzt.

Der „ergebnisoffene“ Ansatz ermöglicht auch weitergehend in Prozesse und Servicestrukturen hineinzuwirken und nicht nur technische, sondern auch disruptive Geschäftsmodell-Innovationen zu entwickeln.
Siehe Beispiel Geschäftsmodell-Innovation im Einzelhandel

Methodik und Anwendungsbeispiele sind in der Fachliteratur[3] vielfach beschrieben.


Der Problemlösungs-Prozess


Abb. Iteratives Phasen-Schema des Design-Thinking (in Anlehnung an IDEO)

Beginnend mit einer Problemstellung wird zunächst das Umfeld durch ein möglichst heterogenes Team beobachtet und analysiert. Die Problemsituation mit allen Randbedingungen zu kennen und die Handlungsmuster und Motive der Akteure zu verstehen ist dabei sehr wichtig. Basierend auf den gesammelten Erkenntnissen werden iterativ und in kurzer Zeit viele Lösungsideen generiert und konsolidiert. Physische Prototypen werden mit einfachen Materialien erstellt und machen die Lösungen "erlebbar". Sackgassen werden auf diese Weise früh erkannt man kann auf die vielfältigen Ideen/Lösungs-Varianten vorheriger Phasen zurückgreifen. Die Auswahl und Verfeinerung der erfolgsversprechenden Lösungsansätze findet bewusst erst spät statt.