Gravitations-Simulation:     Mit "DRAG" drehen und mit dem "MAUSRAD" zoomen

Komplexität

tl;dr

Der konstruktive Umgang mit Komplexität ist im Bereich der Entwicklung von innovativen Problemlösungen ein wichtiger Erfolgsfaktor.

Die Komplexität der heutigen stark vernetzten Arbeits- und Lebenswelt führt nicht selten zu schwierigen Problemstellungen, die nicht ad hoc zufriedenstellend lösbar sind.
Insbesondere die Entwicklung von innovativen Produkten, Dienstleistungen oder Geschäftsmodellen, sowie die strategische Ausrichtung neuer Geschäftsfelder und die Kollaboration in und zwischen Unternehmen werden oft erst durch eine systemische Betrachtungsweise erfolgreich umsetzbar.

Systemische Ursachen-Wirkungs-Analyse

Komplexität kann man nicht wirklich "managen"! Meist ist es schwierig die Zusammenhänge umfassend zu erfassen. Mit geeigneten Methoden und Beschreibungsmodellen kann man sich aber den realen Gegebenheiten soweit annähern, daß Ursachen und Wirkungen besser verstehbar werden.

Räuber Beute Schema

Der erste Schritt einer konstruktiven Lösungsstrategie kann die Klärung sein, ob es sich bei der Fragestellung um ein triviales, ein kompliziertes oder komplexes Problem handelt.
Viele auf den ersten Blick simple Problemstellungen sind bei genauerer Betrachtung keineswegs trivial.

Z.B. ist die im Kopf der Webseite gezeigte Gravitationssimulation zwar kompliziert, aber nicht komplex. Jedoch das auf den ersten Blick einfache Räuber-Beute-Schema kann sehr schnell komplexe Formen entwickeln.

Schon einfache visualisierte Modelle zeigen multi-kausale Zusammenhänge und ermöglichen einen deutlichen Erkenntnisgewinn.
Im rechts angeführten Beispiel Erfolgreiche Webseite mit ca. 30 Faktoren wird schnell klar, warum die Qualität der Website-Inhalte, ein motiviertes Redaktionsteam und die Konkurrenzsituation wichtige Rollen spielen.

Klicken Sie auf die Grafik um das interaktive Modell einzublenden.

Nicht jeder Faktor ist gleich wirksam. Besonders interessant sind Rückkopplungsschleifen. Diese zeigen, wo sich Faktoren ausgleichen (wie im Räuber-Beute-Modell) oder noch gravierender, wo sich Faktoren verstärken oder auslöschen.
Im Beispiel der Website führen Qualitätsinhalte zu überzeugten Besuchern. Diese empfehlen die Website weiter, was zu einem sich verstärkenden Rückkopplungs-Effekt führt.

Sofern Messwerte vorliegen bzw. kausale Regeln bekannt sind, können solche Modelle auch simuliert werden. Für das intuitive Verständnis dynamischer Modelle ist eine leicht verständliche interaktive Darstellung der Simulation hilfreich.

Um neue Geschäftsmodelle und Strategien zu testen, können qualitative Modelle mit neuen oder geänderten Faktoren versehen und so die möglichen Entwicklungen und kausalen Zusammenhänge visualisiert werden.

Hintergrund

Basierend auf den Arbeiten von Jay W. Forrester[3] wurden unter dem Begriff "Industrial Dynamics" ab Mitte des 20. Jahrhunderts Methoden zur Modellierung von kybernetischen Systemen entwickelt. Durch Frederic Vesters Sensitivitätsmodell[4] wurde systemisches (vernetztes) Denken weithin bekannt.
Obwohl inzwischen einige leicht zu bedienende und kostengünstige Werkzeuge[5] erhältlich sind, ist lineares (nicht vernetztes) Denken immer noch dominierend. Welche fatalen Auswirkungen lineares Denken haben kann beschreibt Dietrich Dörner[6] in Die Logik des Misslingens.


Neuartige komplexe Situationen lassen auch erfahrene Entscheider oft ratlos zurück.

Bei Konfrontation mit solchen Problemen sind Lösungsstrategien wie Versuch und Irrtum, Aussitzen, Vereinfachung und Heuristiken wenig hilfreich.

Um hier Klarheit zu gewinnen und innovative Lösungen zu finden sind andere Strategien notwendig.


Wir unterstützen unsere Kunden insbesondere bei der Exploration neuer Geschäftsfelder und neuer Geschäftsmodelle mit systemischen Werkzeugen und viel analytischer und kreativer Energie ;-)